Im Bereich des E-Sport bezeichnet man den Zusammenschluss
mehrerer Spieler als Clan. Clans treten unter eigenem
Namen im Mehrspielermodus der einzelnen PC- oder Videospiele
in sogenannten Clan Wars gegen andere Mannschaften an.
Motivationsgründe sind zum einen der Spaß am
gemeinsamen Spielen, zum anderen der Wettstreit mit anderen
Teams. Zunehmend verfolgen Clans aber auch finanzielle
Interessen, indem sie Sponsorenverträge und Preisgelder
aus Turniersiegen anstreben.
Während die Clans in den frühen Jahren des
E-Sport noch hauptsächlich durch einzelne Spieler
geprägt wurden (1 on 1 / einer gegen einen), haben
es mittlerweile verschiedene Teams (zum Teil in einer
Vereinsstruktur) geschafft, ihren Namen unabhängig
von den Spielern zu positionieren. Sie definieren sich
nicht mehr nur über die Spieler und haben mit diesen
oft ein deutlich professionelleres, teilweise vertragsgebundenes
Verhältnis. Wie in den klassischen größeren
Sportvereinen sind dort auch organisatorische Aufgaben
zu erledigen, die über den Spielbetrieb hinaus
gehen und somit auch neue, vereinsinterne Stellen schaffen:
PR-Manager, Webmaster oder einen Trainer.
Bekannte Clans beschränken ihre Aktivität
zudem nicht nur auf ein Spiel, sondern nutzen ihre geschaffene
Infrastruktur auch für weitere Online-Spiele aus.
Die verschiedenen Spielsparten eines Clans werden dabei
oft in sogenannte Squads unterteilt. In größeren
Clans werden häufig auch Unterschiede zwischen
Mannschaften, die an einem Liga-Betrieb teilnehmen und
sogenannten Fun-Teams gemacht. Viele Clans besitzen
einen eigenen Server, auf dem die jeweiligen Spiele
ausgetragen werden. Diese Mannschaften spielen auch
häufig in Ligen mit. Die wohl bekanntesten Ligen
im deutschen Raum sind die ESL, NGL, GIGA Liga und die
WWCL, dort bekommen die Gewinner Prämien von bis
zu 100.000 €.