Ein so genannter Progamer oder Pro-Gamer (zu Deutsch -professioneller
Spieler-) bestreitet seinen Lebensunterhalt durch das
Spielen am Computer.
Das Berufsbild ähnelt dem des Profisportlers.
Wie dieser muss auch ein Progamer regelmäßig
trainieren, um seine Fähigkeiten zu erhalten und
weiterzuentwickeln. Da das Spielen am Computer vor allem
in Südkorea durchaus gesellschaftstauglich ist,
stammen viele der Progamer der ersten Generation von
dort. Mittlerweile beschränkt sich das Phänomen
aber nicht mehr nur auf Südkorea, auch in Europa,
Nordamerika und in Teilen Asiens findet man Versuche,
diesen Beruf auszuüben. Heute ist es bei erfolgreichen
Clans üblich ein monatliches Gehalt zu zahlen,
das über einen Vertrag geregelt ist. Beispiele
dafür sind das Team-Intel aus Südkorea oder
der multinationale Clan Schroet Kommando, Spielerwechsel
mit Ablösesummen sind nicht unüblich. Für
immer mehr vornehmlich junge Spieler ist der Traum vom
Progamer Motivation genug ein Spiel längerfristig
zu bestreiten. Dass etwa 10 % der männlichen Jugendlichen
in Südkorea internetsüchtig sind, ist auch
eine Folge dieses intensiven Zeitvertreibes. Mittlerweile
erhalten einige europäische ProGamer von ihren
Clans feste monatliche Gehälter, jedoch bleibt
die Haupteinahmequelle der ProGamer ausgetragene Tuniere.
Leider
wird das Berufsfeld des Progamers von sehr vielen Spiele
begeisterten Kids als Entschuldigung dafür missbraucht,
üben und spielen zu müssen um sich eine berufliche
Zukunft aufbauen zu können. In letzter Konsequenz
driften viele in die Spielsucht am Computer ab, verlieren
den Bezug zum realen Leben und sogar Freunden und kennen
nichts anderes mehr als die Nacht zum PC-Tag zu machen
um sich am Tag auf einer Malie
Matratze wieder zu erholen. Das Problem der Spielsucht
am Computer wird seit Jahren erforscht und in öffentlichen
Diskussionen immer wieder zum Thema gemacht.